Wie viel ist genug? Die richtige Futtermenge für deinen Hund bestimmen

Stell dir vor: Du packst für den nächsten gemeinsamen Trip mit deinem Vierbeiner, freust dich auf Wandern, Strand oder etwas Neues, doch da ist dieses mulmige Gefühl: Ist mein Hund heute optimal versorgt? Was, wenn die Futtermenge nicht stimmt, zu wenig Energie für Abenteuer oder zu viel Gewicht auf den Pfoten? Keine Sorge: In diesem Beitrag schauen wir uns genau an, wie du die richtige Futtermenge für deinen Hund bestimmst. Damit er fit bleibt, du entspannt bist und eure Freizeit gemeinsam genießen könnt.

Warum die richtige Futtermenge so wichtig ist

Eine ausgewogene Fütterung ist das Fundament für ein gesundes Hundeleben. Zu viel Futter kann Übergewicht, Gelenkprobleme und Trägheit verursachen. Zu wenig bedeutet Energielosigkeit, Nährstoffmangel und schlechtere Abwehrkräfte. Vor allem aktive Hunde, die dich auf Reisen begleiten, haben spezielle Bedürfnisse. Wer dabei auf eine frische, naturnahe Ernährung setzt, dem hilft ein BARF-Rechner für Hunde dabei, die richtige Menge individuell zu bestimmen.

Fünf Faktoren, die die Futtermenge beeinflussen


Alter:
Welpen befinden sich im Wachstum und benötigen nicht nur mehr Energie, sondern auch andere Nährstoffe als erwachsene Hunde. Ihr Stoffwechsel arbeitet schneller, sie sind oft verspielter und aktiver. Im Alter sinkt der Energiebedarf wieder, denn ältere Hunde bewegen sich häufig weniger und neigen bei gleichbleibender Futtermenge zu Übergewicht.
Gewicht & Rasse:
Kleine Hunderassen wie Chihuahua oder Yorkshire Terrier haben einen höheren Grundumsatz pro Kilogramm Körpergewicht als große Rassen. Umgekehrt benötigen große Hunde wie Labrador oder Schäferhund absolut gesehen mehr Futter. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle, denn einige Rassen neigen eher zu Übergewicht oder bestimmten Stoffwechselbesonderheiten.
Aktivität:
Ein Hund, der täglich lange Spaziergänge macht, am Fahrrad läuft oder regelmäßig Agility betreibt, hat einen deutlich höheren Energiebedarf als ein gemütlicher Couchhund. Hier lohnt es sich, nicht nur die Dauer, sondern auch dieIntensität der Bewegung zu berücksichtigen.
Gesundheitszustand:
Krankheiten wie Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes, Unverträglichkeiten und Allergien, aber auch der Zustand nach einer Kastration verändern den Energiebedarf. Kastrierte Hunde etwa haben oft einen geringeren Grundumsatz, sodass sie schneller zunehmen, wenn die Futtermenge nicht angepasst wird.
Futterart:
Trockenfutter ist energiedichter als Nassfutter, was bedeutet: kleinere Mengen liefern mehr Kalorien. BARF wiederum setzt auf frische, rohe Zutaten, deren Zusammensetzung individuell abgestimmt werden muss. Hier ist genaue Planung entscheidend.

Richtwerte als Orientierung – keine starren Regeln

Die meisten Futtermittelhersteller geben eine Fütterungsempfehlung auf der Verpackung an. Diese ist aber nur ein grober Richtwert. Beobachte deinen Hund: Wirkt er fit? Bleibt sein Gewicht konstant? Hat er Freude an Bewegung? Wenn ja, bist du auf dem richtigen Weg. Du wirst mit der Zeit ein gutes Gespür dafür entwickeln, was deinem Vierbeiner guttut und wann es Zeit ist, die Ration anzupassen.

Infobox: Faustregel für erwachsene Hunde bei normaler Aktivität:
● Trockenfutter: ca. 1,2 % des Körpergewichts pro Tag
● Nassfutter: ca. 2,5 %
● BARF: ca. 2-3 %, je nach Aktivierung

Die Rolle der Bewegung – auch im Urlaub

Wenn du mit deinem Hund auf Reisen bist, wird aus Alltag schnell Abenteuer und das hat direkte Auswirkungen auf seinen Energiebedarf. Neue Eindrücke, lange Spaziergänge am Strand oder durch den Wald, Spielen mit Artgenossen auf der Hundewiese: All das fordert Körper und Geist deines Vierbeiners. Je nach Aktivitätslevel kann der Kalorienverbrauch deutlich steigen. Eine Anpassung der Futtermenge ist deshalb nicht nur erlaubt, sondern empfehlenswert.

Das heißt aber nicht, einfach doppelt so viel ins Napf zu geben. Viel besser ist es, die Ration behutsam zu erhöhen. Beobachte deinen Hund genau: Wirkt er ausdauernd, fröhlich und fit? Oder zeigt er Erschöpfung, obwohl ihr nur wenig unterwegs wart? Das sind Hinweise darauf, ob du die Futtermenge nachjustieren solltest. Tipp: Passe die Portionen schrittweise an und vermeide abrupte Umstellungen, damit der Magen-Darm-Trakt nicht unnötig belastet wird.

Auch das Futter selbst darf in der Zusammensetzung angepasst werden. Ein etwas energiereiches Produkt kann auf aktiven Tagen sinnvoll sein, ebenso wie hochwertige Proteine, die zur Regeneration beitragen.

Woran du erkennst, ob die Menge passt

Rippen-Test: Du solltest die Rippen fühlen, aber nicht sehen.
Figur: Von oben betrachtet sollte die Taille erkennbar sein.
Energie: Ist dein Hund lebendig und aufmerksam?
Kotbeschaffenheit: Zu harter oder zu weicher Kot kann auf falsche Mengen oder Unverträglichkeit hinweisen.
Fell und Haut: Ein glänzendes Fell und gesunde Haut sind oft Anzeichen für eine bedarfsgerechte Ernährung.
●  Verhalten: Ein ausgeglichener Hund mit stabilem Schlaf- und Aktivitätsrhythmus deutet ebenfalls auf eine passende Fütterung hin.

Fehler, die viele machen und wie du sie vermeidest 

Selbst mit bestem Wissen passieren im Alltag kleine Fehler, die sich langfristig auf das Wohlbefinden deines Hundes auswirken können. Viele Missverständnisse entstehen aus guter Absicht oder ungenauen Einschätzungen, lassen sich aber leicht vermeiden.

Snacks nicht einrechnen: Leckerlis enthalten Kalorien – unbedingt berücksichtigen.
Nach Gefühl füttern: Augenmaß trägt oft. Eine Küchenwaage hilft, objektiv zu bleiben.
Tagesbedarf auf einmal geben: Mehrere kleine Mahlzeiten sind oft verträglicher.

Fazit: bewusst füttern heißt besser leben 

Die richtige Futtermenge ist kein starres Konzept, sondern ein dynamischer Prozess. Dein Hund ändert sich und somit auch sein Bedarf. Gerade wenn ihr viel unterwegs seid, zahlt sich ein bewusster Blick auf die Fütterung doppelt aus: für die Gesundheit deines Lieblings und für entspannte Urlaubstage.
Der Artikel wurde verfasst von
Top-Hundeurlaub
Wir sind ein Team aus leidenschaftlichen Hundehaltern, verrückten Abenteurern, seriösen Geschäftspartnern und kreativen Köpfen, die Lust haben, immer was besonderes für ihre Kunden zu machen.

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